noch hab’ ich mich an nichts gewoehnt lyrics – heinz rudolf kunze

nicht einverstanden mit dem gang der dinge,
doch nie sich ihnen in den weg gestellt.
seit jahren unempfaenglich fuer apelle,
nicht einverstanden mit dem lauf der welt.
die tage wie gebrochene akkorde,
die naechte und ihr selbstvergessener beat,
ich bin kein kaempfer, sagt der alte heizer,
bevor er wieder nach italien zieht.
im radio die kalten gluecksversprechen:
genug jetzt von der depression geh**rt!
ihr glueck klingt wie ein sittlichkeitsverbrechen,
nur d*ss das ploetzlich keine sau mehr stoert.
nicht einverstanden, d*ss jetzt immer oefter
ein wort wie krieg auf trockne lippen kommt.
macht euch nichts vor, er hat doch laengst begonnen,
vielleicht ist das gehirn schon ausgebombt.
sie saeubern ihre republik von buergern.
du laesst es zu, denn deine war es nie.
und freiheit heisst: gelitten sein als zaungast
beid dieser autopsie von utopie.
mit dir ist wirklich nicht viel anzufangen.
doch bist du, wenn’s auch keiner glaubt, nicht stolz
auf deine bodenlose unversehrtheit –
bist halt aus keinem, auch nicht: andrem, holz.
nicht einverstanden mit dem lauen gleichmut,
der schon die frage fuer die antwort nimmt.
der winter liest bel*stigt die plakate,
wo draufsteht, d*ss er kommt, und zwar bestimmt.
nicht einverstanden mit dem schmerz der frauen
und d*ss du dich in ihre langmut legst.
doch wer kann, wenn du gehst, dir garantieren,
d*ss du dich auf dich selber zubewegst?
nicht einverstanden mit der harten stimme,
mit der man der bequemlichkeit dich zeiht.
als dissident in toedlich duennen lueften
keuchst du der erde zu: nur keinen neid!
nicht einverstadnen mit dem gang der dinge,
doch nie sich ihnen in den weg gestellt.
das einzelkind im wespennest der wahrheit.-ac

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